Vögel in der Mauser und die richtige Mauserhilfe

Was bedeutet es wenn Vögel in der Mauser sind?

Die Mauser ist der natürliche Gefiederwechsel der Vögel. Da die Federn mit der Zeit verschleißen, werden sie von Zeit zu Zeit ausgetauscht und durch neue ersetzt. Bei unseren Singvögeln, ist die Mauser im Gegensatz zu anderen Tieren, bei denen der Fellwechsel durch die Jahreszeiten bestimmte wird, abhängig von den Brutzeiten. In der Brutsaison sprechen wir von dem Prachtklei und außerhalb der Brutzeit von dem Schlichtkleid.

Bei den Ziervögeln wie z.B. Wellensittichen und Nymphensittichen, welche teilweise aus anderen Regionen kommen, richtet sich die Mauser schlicht und einfach nach dem Verschleiß des Federkleids. Damit die Federn immer intakt sind und somit einen ausreichenden Schutz vor Witterung bieten und die Flugfähigkeit gewährleisten.

Die Vögel haben unterschiedliche Mauserzyklen. Bei jungen Ziervögeln, gibt es die sogenannte Jungendmauser. In der sich das Jugendkleid in das Erwachsenengefieder wandelt. Die Saisonbedingte Mauser kann, je nach Vogelart zwischen einigen Wochen und zwei bis drei Monaten dauern.

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Mauserhilfe für Ihre Vögel

Man kann Vögel in der Mauser unterstützen, indem man ihnen nährstoffreiche Kost mit vielen Vitaminen zur Verfügung stellt. Salatgurke, aber auch anderes frisches Gemüse, Obst sowie Futterpflanzen eignet sich beispielsweise bei den Ziervögeln dafür. Dadurch bekommen die Vögel in der Mauser viele Spurenelemente zugeführt, die sie zum Aufbau des neuen Federkleids benötigt. Besonders Melone, Dinkel, Hirse, Weizen, Hafer und Vogelmiere sind hier zu erwähnen. Da sie einen recht hohen Anteil an Kieselerde enthalten. Die spezielle Nahrung für die Mauser, welche im Fachhandel angeboten wird ist nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht notwendig, wenn Sie die oben genannten Nahrungsmittel ausreichend anbieten. In der Zeit der Mauser kann es unter Umständen dazu führen, dass der Vogel etwas mehr Ruhe benötigt und er mehr schlafen möchte. Man sollte darauf achten und dem Vogel diese Ruhe gönnen.

Es kann auch bei der Mauser Probleme geben. Wenn bei Ziervögeln große, nackte Stellen auftreten oder sie alle ihre Schwungfedern gleichzeitig verlieren und somit Flugunfähig werden, sollte man allamiert sein und eine fachkundigen Tierarzt aufsuchen. Auch wenn die Mauser sehr lange anhält und die neuen Federn nicht aus ihren feinen, silbrigen Hüllen herausplatzen. Das kann gerade am Kopf so aussehen, als hätten die Vögel Lockenwickler im Gefieder und kann ein Anzeichen dafür sein, dass mit der Nährstoffaufnahme nicht stimmt, oder andere Probleme im Organismus vorhanden sind. Auch hier sollte man eine fachkundigen Tierarzt zu Rate ziehen.

Gefahren für Vögel in der Wohnung

Wie Sie Gefahren für Vögel erkennen und vermeiden

Leider lauern in unseren heimischen vier Wänden einige Gefahren für Vögel, welche für Neulinge unter den Vogelhaltern nicht immer sofort ersichtlich sind. Aber keine Sorge, wenn Sie sich an die folgenden Hinweise halten, können Sie Gefahrenquellen sehr gut reduzieren. So werden Sie Ihre gefiederten Freunde vor unnötigen Schäden bewahren können und lange Freude an ihnen haben. 

Gefahren für Vögel in der Wohnung

  • Lassen Sie Ihre Vögel am besten nicht unbeobachtet. Auf glatten Oberflächen, rutschen Vögel oft aus und können so hinter Schränke und andere Möbelstücke, an schwer erreichbare Stellen fallen.
  • Fensterscheiben sind häufig die Ursachen für Schädelverletzungen oder gar Genickbruch. Weil die Vögel das Glas in der Regel nicht sehen können und dann gegen die Scheibe fliegen. Lassen Sie wenn möglich, für die Zeit des Freiflugs, die Vorhänge vor den Fenster zugezogen
  • Elektrokabel erwecken oft das Nagebedürfniss einiger Vögel. Ziehen Sie diese nach Möglichkeit aus der Steckdose.
  • Auch in der Küche lauern Gefahren für Vögel. Heiße Herdplatten sind häufige Ursache für schwere Verbrennungen. Das Aufnehmen von Küchengewürzen, ruft nicht selten Magen- und Darmprobleme hervor. Verchromte Töpfe ziehen die Vögel, wegen ihrer spiegelnden Oberfläche, förmlich magisch an. Ein mögliches Hineinfallen sollte ausgeschlossen werden, indem Sie die Töpfe abdecken. Auch das einatmen von scharfen und öligen Dämpfen, welche beim Kochen mit Gewürzen und Fetten entstehen, können die empfindlichen Atemwege der Vögel angreifen. Das kann im schlimmsten Fall zur Atemnot bei den Tieren führen.
  • Auch im Bad kann eine Badewanne voll Wasser eine tödliche Gefahr bedeuten. Kosmetikartikel und Reinigungsmittel können ebenfalls Gefahren für Vögel im Badezimmer darstellen. Achten Sie darauf, dass diese nicht leicht zugänglich und am besten abgedeckt oder verschlossen sind. 
  • Zuletzt sollte Sie auch die Gefahr durch andere Haustiere, wie Hunde und Katzen bedenken. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Ihren anderen Haustieren trauen können, sollte Sie diese, wenn möglich, für die Zeit des Freiflugs in einem anderen Raum halten und die Türen schließen.

Wie Sie Vogelkrankheiten rechtzeitig erkennen

Warum kann es schwierig sein Erkrankungen bei Vögeln zu erkennen?

Vögel sind es von Natur aus gewohnt ihre Erkrankungen und Verletzungen so gut wie möglich zu vertuschen. Damit sie nicht von Fressfeinden, wie Greifvögeln, als schwach erkannt werden, und somit zu deren Hauptziel bei der Jagd werden. Um rechtzeitig Vogelkrankheiten zu erkennen, beobachten Sie Ihre Vögel aufmerksam. Bedenken Sie allerdings dabei, dass Vögel nicht gerne von uns Menschen beobachtet werden. Warum das so ist? Ganz einfach. In der Natur ist es so, dass Raubtiere nebeneinander liegende Augen haben, wie wir Menschen. Daher fühlen sie sich von Natur aus unwohl, wenn wir sie durchgehend direkt anschauen. Das kann den Effekt, der „Krankheitsvertuschung“ wiederum verstärken. Deshalb empfiehlt es sich, Ihre gefiederten Schützlinge aus dem Augenwinkel zu beobachten. 

Vogelkrankheiten erkennen

Welche allgemeinen Anzeichen für Vogelkrankheiten gibt es?

Wir haben Ihnen eine allgemeinen Auflistung an Anzeichen zusammengestellt, bei denen Sie schnellstmöglich einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen sollten.

  • Wenn Sie bei Ihrem Vogel eine Veränderung im Trink- oder Essverhalten feststellen, sollten Sie gewarnt sein. Das heißt, wenn ihr Vogel viel weniger oder garnicht mehr ist. Aber auch wenn er merklich mehr isst als sonst, ohne dabei durch die erhöhte Nahrungsaufnahem zuzunehmen, dann kann das auf Verdauungsstörungen hindeuten. Sollte Ihr Vogel auffällig mehr trinken als gewohnt, kann eine Nierenerkrankung die Ursache hierfür sein.
  • Sollte Ihr gefiederter Freund ansonsten ein recht aktives Tier sein aber auf einmal viel schlafen und ruhig sein, dann kann das nicht nur an unentdeckten Vogelkrankheiten liegen. Auch eine Schlafstörung, durch Milbenbefall oder einem zu unruhigen Standort der Voliere kann der Grund dafür sein.
  • Wenn Ihr Vogel nicht mehr aus eigener Kraft auf der Stange sitzen kann und sich nur noch am Boden aufhält, ist das ein ernst zu nehmendes Signal. Dannsollten Sie mit ihm so schnell wie möglich zum Tierarzt.
  • Sitzt Ihr Piepmatz nur aufgeplustert auf der Stange? Ist er apathisch und still? Dann kann auch das ein Anzeichen für verschieden Vogelkrankheiten sein. Das aufgeplustert sein, kann auch darauf hindeuten, dass Ihr Vogel friert. Wenn Sie ihn auf die Hand nehmen, können Sie das recht einfach daran erkennen, ob er ungewöhnlich kalte Füße hat.
  • Wenn Ihr Vogel schwer atmet, (das können Sie unter anderem an den Schwanzfedern erkennen, welche bei jedem Atemzug sichtbar auf und ab wippen), dann kann das ein Anzeichen für verschiedene Vogelkrankheiten sein. Von Atmewegsinfekten und Schmerzen über Verdauungsstörungen, bis hin zu Tumoren.
  • Wenn Ihr Vogel ein erhöhtes Ruhebedürfnis zeigt, also wenn er sich vermehrt zurück zieht(auch vor Artgenossen). Diese Verhalten kann durchaus auch während der Mauser vor kommen. Seien Sie in dem Fall trotzdem besonders achtsam.
  • Ein weiteres Anzeichen kann es sein, wenn Ihr Vogel vermehrt ihre Nähe sucht und sich ankuschelt. Genauso wenn er sich häufiger und länger in Ihrer Handfläche ausruht, oder sogar schläft.

Sollten Sie eines dieser Anzeichen bei Ihren Vögeln bemerkt haben, dann zögern Sie nicht. Trennen sie ihn von den anderen Vögeln und bringen ihn in einem separaten Käfig unter. Anschließend sollten Sie mit ihm so schnell wie möglich zu einem vogelkundigem Tierarzt. Erklären Sie dem Tierarzt genau, was Sie beobachtet haben. Das hilft dabei eine schnellere und präzisere Diagnose zu stellen.