Wie Sie Vogelkrankheiten rechtzeitig erkennen

Warum kann es schwierig sein Erkrankungen bei Vögeln zu erkennen?

Vögel sind es von Natur aus gewohnt ihre Erkrankungen und Verletzungen so gut wie möglich zu vertuschen. Damit sie nicht von Fressfeinden, wie Greifvögeln, als schwach erkannt werden, und somit zu deren Hauptziel bei der Jagd werden. Um rechtzeitig Vogelkrankheiten zu erkennen, beobachten Sie Ihre Vögel aufmerksam. Bedenken Sie allerdings dabei, dass Vögel nicht gerne von uns Menschen beobachtet werden. Warum das so ist? Ganz einfach. In der Natur ist es so, dass Raubtiere nebeneinander liegende Augen haben, wie wir Menschen. Daher fühlen sie sich von Natur aus unwohl, wenn wir sie durchgehend direkt anschauen. Das kann den Effekt, der „Krankheitsvertuschung“ wiederum verstärken. Deshalb empfiehlt es sich, Ihre gefiederten Schützlinge aus dem Augenwinkel zu beobachten. 

Vogelkrankheiten erkennen

Welche allgemeinen Anzeichen für Vogelkrankheiten gibt es?

Wir haben Ihnen eine allgemeinen Auflistung an Anzeichen zusammengestellt, bei denen Sie schnellstmöglich einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen sollten.

  • Wenn Sie bei Ihrem Vogel eine Veränderung im Trink- oder Essverhalten feststellen, sollten Sie gewarnt sein. Das heißt, wenn ihr Vogel viel weniger oder garnicht mehr ist. Aber auch wenn er merklich mehr isst als sonst, ohne dabei durch die erhöhte Nahrungsaufnahem zuzunehmen, dann kann das auf Verdauungsstörungen hindeuten. Sollte Ihr Vogel auffällig mehr trinken als gewohnt, kann eine Nierenerkrankung die Ursache hierfür sein.
  • Sollte Ihr gefiederter Freund ansonsten ein recht aktives Tier sein aber auf einmal viel schlafen und ruhig sein, dann kann das nicht nur an unentdeckten Vogelkrankheiten liegen. Auch eine Schlafstörung, durch Milbenbefall oder einem zu unruhigen Standort der Voliere kann der Grund dafür sein.
  • Wenn Ihr Vogel nicht mehr aus eigener Kraft auf der Stange sitzen kann und sich nur noch am Boden aufhält, ist das ein ernst zu nehmendes Signal. Dannsollten Sie mit ihm so schnell wie möglich zum Tierarzt.
  • Sitzt Ihr Piepmatz nur aufgeplustert auf der Stange? Ist er apathisch und still? Dann kann auch das ein Anzeichen für verschieden Vogelkrankheiten sein. Das aufgeplustert sein, kann auch darauf hindeuten, dass Ihr Vogel friert. Wenn Sie ihn auf die Hand nehmen, können Sie das recht einfach daran erkennen, ob er ungewöhnlich kalte Füße hat.
  • Wenn Ihr Vogel schwer atmet, (das können Sie unter anderem an den Schwanzfedern erkennen, welche bei jedem Atemzug sichtbar auf und ab wippen), dann kann das ein Anzeichen für verschiedene Vogelkrankheiten sein. Von Atmewegsinfekten und Schmerzen über Verdauungsstörungen, bis hin zu Tumoren.
  • Wenn Ihr Vogel ein erhöhtes Ruhebedürfnis zeigt, also wenn er sich vermehrt zurück zieht(auch vor Artgenossen). Diese Verhalten kann durchaus auch während der Mauser vor kommen. Seien Sie in dem Fall trotzdem besonders achtsam.
  • Ein weiteres Anzeichen kann es sein, wenn Ihr Vogel vermehrt ihre Nähe sucht und sich ankuschelt. Genauso wenn er sich häufiger und länger in Ihrer Handfläche ausruht, oder sogar schläft.

Sollten Sie eines dieser Anzeichen bei Ihren Vögeln bemerkt haben, dann zögern Sie nicht. Trennen sie ihn von den anderen Vögeln und bringen ihn in einem separaten Käfig unter. Anschließend sollten Sie mit ihm so schnell wie möglich zu einem vogelkundigem Tierarzt. Erklären Sie dem Tierarzt genau, was Sie beobachtet haben. Das hilft dabei eine schnellere und präzisere Diagnose zu stellen.